KI-Werkzeuge sind in vielen HR-Abteilungen bereits im Einsatz: für Bewerbungsscreening, Gesprächsvorbereitung, Stellenausschreibungen. Was oft fehlt, ist der Nachweis, dass die Menschen dahinter wissen, was sie tun. Genau das verlangt der EU AI Act seit Februar 2025: Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihr Personal die nötige KI-Kompetenz besitzt und diese auch belegen kann.
Warum Art. 4 jetzt konkret wird
Art. 4 des EU AI Act ist keine abstrakte Absichtserklärung. Seit Februar 2025 gilt die Pflicht: Unternehmen müssen KI-Kompetenz bei allen Beteiligten sicherstellen und dokumentieren. Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Was bedeutet das für HR? Wer KI-Tools im Personalbereich einsetzt, also zum Beispiel für KI-gestützte Vorauswahl, Leistungsbewertung oder Kommunikation mit Bewerbenden, ist nach dem Gesetz Deployer. Deployer tragen eigene Pflichten. Eine davon: sicherstellen, dass das beteiligte Personal KI verantwortungsvoll einsetzen kann und das auch nachweisen kann.
Der KI-PASS ist die Antwort darauf: ein strukturiertes Lern- und Prüfsystem, das genau diesen Nachweis liefert.
Was der KI-PASS ist und was er nicht ist
Der KI-PASS ist eine Browser-App. Kein Kurs auf einer Lernplattform, keine Präsenzschulung, kein PDF-Dokument zum Durchlesen. Die App läuft vollständig lokal im Browser: kein Login, kein Server, keine Datenübertragung.
Drei Schritte, ein Ergebnis:
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Lernen: Sechs Lernmodule zu KI-Grundlagen, EU AI Act, Risiken, menschlicher Aufsicht, Dokumentation und verantwortungsvollem Einsatz. Ergänzt um eine Spezialisierung nach Wahl: Recruiting, Personalentwicklung oder HR-Management. Jedes Modul arbeitet mit Szenarien aus dem HR-Alltag, Lernkarten und kurzen Mini-Checks. Kein Jargon ohne Erklärung. Jedes Modul dauert ca. 30 bis 45 Minuten und kann jederzeit unterbrochen werden.
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Prüfen: Nach Abschluss der Pflichtmodule schaltet sich die Abschlussprüfung frei. 20 Fragen, 30 Minuten Zeit, Bestehensgrenze 70 Prozent. Mehrere Versuche sind möglich, keine Überwachung, kein Druck.
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Nachweisen: Direkt nach der bestandenen Prüfung laden Sie das PDF-Zertifikat herunter. Der Name wird erst in diesem Moment eingegeben und danach nicht gespeichert. Das Zertifikat enthält Name, Prüfungsergebnis, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdatum und einen Integritätscode zur Echtheitsprüfung.
Was Sie in den Modulen tatsächlich lernen
Der Inhalt ist auf HR-Fachkräfte zugeschnitten, nicht auf Entwickler oder KI-Experten. Es geht um praktisch relevante Fragen:
- Was ist KI im HR-Kontext, und was ist sie nicht?
- Welche Regeln gelten nach dem EU AI Act für den HR-Bereich?
- Wo liegen die Risiken, auch die nicht offensichtlichen?
- Was bedeutet menschliche Aufsicht konkret in der Praxis?
- Welche Dokumentation braucht es, und warum?
- Wie setzt man KI ein, ohne die eigene Urteilsfähigkeit abzugeben?
Die Spezialisierungsmodule vertiefen diese Inhalte für konkrete Bereiche: Recruiting-Szenarien, Personalentwicklung oder HR-Management. Sie wählen das Modul, das am ehesten Ihrer Arbeitssituation entspricht.
Das Zertifikat: Was es belegt und wie lange es gilt
Das PDF-Zertifikat ist kein Teilnahmebeleg. Es dokumentiert, dass eine Person eine strukturierte Prüfung zu KI-Grundlagen, EU AI Act, Risiken und verantwortungsvollem KI-Einsatz abgelegt und bestanden hat. Genau das, was Art. 4 fordert.
Das Zertifikat enthält:
- Name (erst bei Download eingegeben, wird nicht gespeichert)
- Abgeschlossene Module im Detail
- Prüfungsergebnis
- Ausstellungsdatum und Gültigkeitsdatum (12 Monate ab Prüfung)
- Integritätscode zur Echtheitsprüfung
KI-Kompetenz muss aktuell bleiben. Nach zwölf Monaten erscheint ein Hinweis in der App. Die Rezertifizierung erfordert keine erneute Durcharbeitung aller Module: eine Kompaktprüfung mit zehn Fragen in 15 Minuten genügt.
Hinweis: Das Zertifikat ersetzt keine Rechtsberatung. Es ist jedoch ein belastbarer Nachweis gegenüber Auditoren und Behörden, der dokumentiert, dass die betreffende Person eine geprüfte Schulung absolviert hat.
Datenschutz: Zero-Knowledge-Ansatz
KI-PASS ist eine Zero-Knowledge-Anwendung. Das bedeutet: Alle Daten bleiben ausschließlich im lokalen Speicher des Browsers (IndexedDB). Kein Server, kein Tracking, kein Login. Der Name der prüfenden Person wird erst beim PDF-Export eingegeben und danach nicht gespeichert.
Das ist kein Zufall, sondern Designentscheidung. Bei einer App, die mit personenbezogenen Kompetenzdaten arbeitet, sollte Datensparsamkeit keine Zusatzfunktion sein, sondern Grundprinzip.
Die App funktioniert nach dem ersten Laden auch vollständig offline, dank Service Worker, der alle Inhalte im Browser-Cache vorhält. Ideal für Schulungen, Homeoffice oder Situationen ohne stabile Verbindung.
Für wen der KI-PASS gemacht ist
- HR-Fachkräfte, die KI-Tools einsetzen und den Nachweis ihrer Kompetenz brauchen
- HR-Leitungen, die für ihr Team einen strukturierten Kompetenznachweis einführen wollen
- Compliance-Verantwortliche, die Art. 4 Nachweise für Audits dokumentieren müssen
- Unternehmen, die nachweisen wollen, dass ihre HR-Prozesse durch geschulte Personen betreut werden
Der KI-PASS ergänzt die Organisations-Werkzeuge EVIDENCE und GUIDES. EVIDENCE und GUIDES dokumentieren den KI-Einsatz auf Unternehmensebene. Der KI-PASS dokumentiert die Kompetenz der einzelnen Person. Beides zusammen ergibt ein vollständiges Compliance-Bild.
Preise und Zugang
Der KI-PASS wird per Lizenzschlüssel freigeschaltet. Ein Schlüssel funktioniert auf bis zu drei Geräten. Der Kauf läuft aktuell über das Kontaktformular.
| Team | Preis pro Person |
|---|---|
| 1 Person | 79 € einmalig |
| 2 bis 5 Personen | 65 € einmalig |
| 6 bis 20 Personen | 55 € einmalig |
| ab 21 Personen | individuelles Angebot |
Die ersten zwei Module sind ohne Lizenz vollständig zugänglich. Ein guter Einstieg, um zu sehen, ob der Inhalt und das Format zur eigenen Arbeitsweise passen.
→ KI-PASS entdecken und App starten
Hinweis: responzai bietet Werkzeuge zur Dokumentation und Schulung, keine Rechtsberatung. Die Inhalte ersetzen keine anwaltliche Prüfung. Bei konkreten Rechtsfragen wenden Sie sich an eine auf KI-Regulierung spezialisierte Kanzlei.